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Gewandhaus Leipzig

Das Konzertgebäude Gewandhaus in Leipzig und zwei ebenfalls Gewandhaus genannte Vorgängerbauten an anderer Stelle sind seit 1781 Heimstätte des Gewandhausorchesters. Seit 1998 steht es unter der Intendanz von Gewandhausdirektor Andreas Schulz.Zum Konzerthaus gehören ebenso der Gewandhausorganist, der GewandhausChor sowie der GewandhausKinderchor.[wptab name=’Geschichte‘]

Am 20. Januar 1977 wurde der Grundstein für ein neues Gewandhaus in der Stadtmitte am Karl-Marx-Platz (heute wieder Augustusplatz) gelegt, gegenüber dem Leipziger Opernhaus am ehemaligen Standort des Museums der bildenden Künste. Das Gewandhaus war der erste und einzige Neubau einer reinen Konzerthalle in der DDR – andere Großprojekte in der DDR wurden hingegen als Multifunktionsbauten geplant (meist als „Kulturhaus“, „Kulturpalast“ oder „Stadthalle“). Die Zustimmung des Staatsapparates zu einem Gewandhausneubau wird vor allem dem großen Einsatz des damaligen Gewandhauskapellmeisters Kurt Masur zugeschrieben.

Entwurf und Projekt für das 1981 fertiggestellte Neue Gewandhaus stammen von Rudolf Skoda mit Eberhard Göschel, Volker Sieg und Winfried Sziegoleit; basierend auf der von Horst Siegel gemeinsam mit Rudolf Skoda erarbeiteten städtebaulich-architektonischen Konzeption (1975/76). Oberbauleiter bei diesem außergewöhnlichen Projekt war der Leipziger Bauingenieur Peter Kunze. Sighard Gille schuf 1980–1981 für die Foyers das 714 m² große und 31,80 m hohe Deckengemälde Gesang vom Leben. Es ist das größte Deckengemälde Europas. Unsichtbar für Besucher, weil übermalt und verschalt, befindet sich hier auch ein unvollendeter Wandfries des Malers Wolfgang Peuker.

Der Große Saal mit 1.900 Plätzen besitzt eine ausgezeichnete Akustik, für die die Akustiker Wolfgang Fasold, Helgo Winkler, Hans-Peter Tennhardt und Eberhard Küstner verantwortlich zeichneten. Während des Baus wurde der Saal mehrere Male mit Soldaten der NVA besetzt, um die Akustik bei voller Auslastung zu testen. Der Saal ist mit einer Schuke-Orgel mit 6638 Pfeifen ausgestattet. Der Orchesterleitspruch „Res severa verum gaudium“ befindet sich wiederum im Konzertsaal an der Orgelempore. Ein dem normalen Konzertbesucher verborgen bleibender Ort dieses Leitspruchs befindet sich im Treppenaufgang des Dienstbereiches – dort verweist der erste Halbsatz „Res severa“ (ernste Sache) auf den Eingang zu den Musiker- und Chorgarderoben, der zweite Teil des Spruches „Verum Gaudium“ (wahre Freude) hingegen auf die Kantine des Gewandhauses.

Das Eröffnungskonzert unter der Leitung des damaligen Gewandhauskapellmeisters Kurt Masur fand am 8. Oktober 1981 statt; auf dem Programm standen Siegfried Thieles Gesänge an die Sonne und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9.

Im Herbst 1989 kam dem Gewandhaus politische Bedeutung zu. Kurt Masur öffnete das Haus für die sogenannten „Gewandhausgespräche“, öffentliche Diskussionsrunden, in denen über die Reformen und die Zukunft der DDR debattiert wurde. Damit wurde das Gewandhaus zu einer Plattform für die politische Opposition der DDR.[4]

Der Kleine Saal mit 498 Plätzen wurde 1997 ebenfalls von Rudolf Skoda zum Mendelssohn-Saal umgebaut; er wird vor allem für Kammermusik genutzt.

2001 entwarf Peter Kulka den MDR-Kubus, der über eine Brücke direkt mit dem Gewandhaus verbunden ist.

 

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